Snack´n´Exchange

Der Easy Nudge „Snack’n’Exchange” kann umgesetzt werden, um eine verstärkte Aufmerksamkeit für die Bedeutung sozialer Treffpunkte als nachhaltige Ernährungsumgebung zu erzielen und aufzuzeigen, wie sich ein solcher Treffpunkt positiv auf eine gesunde Ernährung auswirken kann.
Dies kann mithilfe von fünf agilen Modulen erreicht werden, die individuell anpassbar sind und vielfältige Gestaltungsoptionen bieten, um Kantinen/Pausenräume in Unternehmen sowie Mensen/Pausenräume innerhalb öffentlicher Einrichtungen als beliebten sozialen Treffpunkt zu etablieren.

Das gesamte Konzept zielt darauf ab, das Essen in Gesellschaft als soziale Norm zu etablieren. Dabei setzen wir auf den Bandwagon Bias, Conformity Bias und Herd Behavior und glauben, dass das gewünschte Verhalten von weiteren Studierenden oder Mitarbeitenden übernommen wird, sobald ein Teil der Zielgruppe angefangen hat.

Was bedeutet das Thema?

Menschen essen aufgrund einer Vielzahl von verschiedenen Indikatoren. Neben dem Fakt, dass Essen eine überlebenswichtige Funktion ist, zeichnet sich das gemeinsame Essen als wichtiger Bestandteil des Verhaltensrepertoires eines Menschen aus (de Castro 1994, 1997, Fischler 2011, Gahagan 2012, Rozin 1990, 2007).

Nachhaltige Ernährung wird als grundlegende Funktion des menschlichen Verhaltens betrachtet, die mit weiteren Entscheidungen einhergeht (Barlösius 2016, Rozin 2007, Fischler 2011, Renner 2015). Zentrale Fragen bei der Entscheidungsfindung sind: “Mit wem esse ich?” und “Wo esse ich?”. (WBAE)

Der soziale Treffpunkt ist Teil der Ernährungsumgebung, die für das Wohlbefinden eines Individuums innerhalb einer Gruppe grundlegend ist und beantwortet genau diese Fragen.

Neben den Merkmalen von Lebensmitteln und dem Ambiente, stellt die soziale Rolle einen wichtigen Faktor der Stärkung des Zugehörigkeitsgefühls dar. Durch entstehende soziale Bindung können nicht nur zentrale emotionale und soziale Faktoren, sondern auch das psychische Wohlbefinden und die Leistungsfähigkeit gesteigert werden. Zusätzlich können soziale Normen und die Wertschätzung einer nachhaltigeren Ernährungsumgebung stimuliert (WBAE).

Ziel des Nudges

Mit unserem Nudge streben wir nicht nur danach, das Zugehörigkeitsgefühl von Gruppen zu stärken und die Interaktion untereinander anzuregen, sondern auch den resultierenden sozialen Treffpunkt als soziale Norm zu etablieren. Durch gemeinsame Mahlzeiten, die Teil einer nachhaltigen Ernährungsumgebung sind, wollen wir das Networking fördern und die Kreativität steigern. Um dieses Ziel zu erreichen, ist es von großer Bedeutung, Kantinen und Pausenräume ansprechend zu gestalten. Durch bewusste Gestaltung können wir einen positiven Einfluss auf die Ernährungsumgebung unserer Zielgruppe erzielen.

    Bedarfsanalyse

    • Wertevermittlung
      Es wird oft nicht transparent kommuniziert, wie das soziale Zusammenkommen zur Schaffung einer effizienteren und nachhaltigeren Ernährungsumgebung beitragen kann, was zu einer Unterschätzung und geringen Thematisierung in der öffentlichen und politischen Diskussion führt. Soziale Treffpunkte spielen jedoch eine wichtige Rolle dabei, dass die Zielgruppe bewusste Entscheidungen bei der Auswahl von Speisen und Getränken treffen kann.
    • Angepasste Räumlichkeiten führen zu Produktivität und Kreativität
      Obwohl räumliche Einschränkungen bestehen können, ist eine optimale Umgebung für soziale Treffpunkte entscheidend, um die Produktivität zu fördern. Durch die Schaffung grundlegender Räumlichkeiten ermöglichen wir einen inspirierenden Austausch.
    • Austausch führt zu einem gesteigerten Wohlbefinden
      Soziale Treffpunkte bieten die Möglichkeit, sich miteinander zu vernetzen und sich auszutauschen. Dadurch können berufliche und zwischenmenschliche Beziehungen gestärkt werden. Interaktionen wie diese tragen sowohl zur Stärkung des Gemeinschaftsgefühls bei, als auch zur Förderung des Zugehörigkeitsgefühls hinsichtlich der Unternehmung. Die Stärkung des Zugehörigkeitsgefühls und die Interaktion untereinander tragen zum allgemeinen Wohlbefinden bei und führen schließlich zu einer Wohlfühlatmosphäre.

    Ursachenanalyse

    • Status Quo Bias

      Die unbekannte Situation vor anderen zu snacken wird vermieden und die gewohnte Alternative, nicht zu snacken, wenn andere Personen anwesend sind, wird bevorzugt.

    • Information Bias

      Aufgrund fehlender Informationen über die Vorteile von sozialen Treffpunkten werden diese im studentischen oder Arbeitsalltag unterschätzt. Die Nachhaltigkeitsaspekte, welche der gemeinsame Snack mit sich bringt, sind den meisten Menschen nicht bewusst.

    • Recognition Heuristic

      Die Recognition Heuristic ist ein Phänomen in Bezug auf Gewohnheiten in menschlichem Verhalten. Individuen fühlen sich wohler in Situationen, die sie häufiger erlebt haben. Wenn häufiger alleine gesnackt wird, wird dieses Verhalten präferiert und aufrechterhalten.

    • Conformity Bias / Spotlight Bias

      Vor den Augen anderer Personen zu essen ist vielen Menschen unangenehm. Dabei wird die Aufmerksamkeit, welche dem Individuum beim Essen geschenkt wird, überschätzt. Dies ist insbesondere der Fall, wenn andere Personen nichts essen.

Die Zielgruppe

Durch die flexiblen Gestaltungsmöglichkeiten unseres Nudges, spricht “Snack’n‘Exchange” vielfältige Zielgruppen an. Eine der Zielgruppen umfasst Mitarbeitende aus verschiedenen Fachbereichen in Unternehmen. Zusätzlich möchten wir durch unseren Nudge, Studierende an Bildungseinrichtungen wie Hochschulen und Universitäten ansprechen. Ebenso wichtig ist es, öffentliche Einrichtungen (z.B. Behörden und Verwaltungen) als weitere Zielgruppe zu berücksichtigen.

Mehrwert des Nudges

  • Wohlbefinden steigern

    Steigerung des psychischen Wohlbefindens und die Förderung einer gesunden Ernährung durch bestehende soziale Normen beim gemeinsamen Essen.

  • Individuelle Lösungen

    Agile Module verhelfen zu vielfältigem Anwendungsbereich und ermöglichen eine genauere Umsetzung der gewünschten Ziele.

  • Inspiration und Austausch

    Sozialer Treffpunkt als positives Umfeld, welches einen inspirierenden Austausch anregt und das Zugehörigkeitsgefühl fördert.

  • Leistungssteigerung

    Gemeinsames Essen fördert die Leistungsfähigkeit und trägt somit zu nachhaltigerem Arbeiten bei. Der erhöhte Input steigert die Motivation.

CONTACT US

Paula Kindler

paula.kindler@stud.hshl.de

Laura Brockamp

daura.brockamp@stud.Hshl.de

Katharina Siedhoff

katharina.siedhoff@stud.hshl.de

Diana Michel

diana.michel@stud.hshl.de