Design und Wahrnehmung: Was die Analyse der NudgeNight-Website zeigt

Was haben wir gemacht?

Im Rahmen unseres Projekts haben wir die offizielle Website der NudgeNight einem umfassenden Redesign unterzogen und empirisch untersucht, wie sich gezielte Gestaltungsänderungen auf die Aufmerksamkeit, die Orientierung und das Nutzungsverhalten der Besuchenden auswirken. Mithilfe von Eye-Tracking und einer standardisierten Nutzerbefragung haben wir dabei nicht nur erfasst, welche Inhalte tatsächlich wahrgenommen werden – sondern auch, wie Nutzende die Seite in ihrer Gesamtheit erleben. 

Worum geht es?

Webseiten sind weit mehr als digitale Visitenkarten. Sie sind Kommunikationsmittel, die Informationen vermitteln, Orientierung bieten und Nutzer aktiv durch Inhalte führen. Wie gut das gelingt, hängt weitgehend von Designentscheidungen ab – Farben, Typografie, Struktur und visuelle Hierarchie beeinflussen, was wahrgenommen wird, was hängen bleibt und wie Besucher sich auf einer Seite bewegen. Die meisten dieser Prozesse finden unbewusst statt, häufig innerhalb von Millisekunden.

Was war unser Ziel?

Ziel des Projekts war es, eine Website zu schaffen, die nicht nur ästhetisch überzeugt, sondern in erster Linie funktioniert. Konkret bedeutete das: mehr Benutzerfreundlichkeit, eine klarere Orientierung sowie eine interaktivere Gestaltung, die Besuchende dazu einlädt, sich intensiver mit den Inhalten zu Nudging und Verhaltensökonomie auseinanderzusetzen. Gutes Design soll das Nutzungsverhalten aktiv unterstützen – nicht lediglich begleiten. 

Was funktionierte nicht?

Vor der Neugestaltung galt es zunächst zu verstehen, wo die bestehende Website an ihre Grenzen stößt. Die Analyse hat drei zentrale Problembereiche offenbart: 

  • Mangelnde Orientierung: Nutzende hatten Schwierigkeiten, relevante Inhalte schnell zu finden. Die bestehende Seitenstruktur bot wenig visuelle Führung und erschwerte eine intuitive Navigation. 
  • Geringe Interaktivität: Die Seite bot kaum Möglichkeiten zur aktiven Auseinandersetzung mit den Inhalten, was die Verweildauer und das Engagement der Besuchenden deutlich begrenzte. 
  • Unklare Inhaltspriorität: Zentrale Informationen zu Nudging und Verhaltensökonomie gingen im bestehenden Layout unter und wurden von Nutzenden häufig nicht wahrgenommen. 

Für wen haben wir das getan?

Die NudgeNight richtet sich an ein breites und vielfältiges Publikum: Studierende, Fachleute aus Wirtschaft und Wissenschaft sowie alle, die sich für Nudging und Verhaltensökonomie interessieren. Entsprechend unterschiedlich sind die Erwartungen an die Website – von der schnellen Informationssuche bis zum tieferen Einstieg in die Thematik. Diesem Anspruch galt es mit dem Redesign gerecht zu werden. 

Welchen Mehrwert schafft das Redesign?

Durch die Neugestaltung entsteht eine Website, die Nutzende nicht nur informiert, sondern aktiv zur Auseinandersetzung mit den Inhalten einlädt. Eine klarere Struktur, gezielte visuelle Führung und interaktive Elemente sorgen dafür, dass Themen wie Nudging und Verhaltensökonomie leichter zugänglich werden und nachhaltiger im Gedächtnis bleiben. Die getroffenen Designentscheidungen basieren dabei nicht auf Annahmen, sondern auf messbarem Nutzerverhalten – und damit auf einer soliden empirischen Grundlage. Einen detaillierten Einblick in unsere Erkenntnisse geben wir auf der NudgeNight, noch bevor die überarbeitete Website offiziell veröffentlicht wird.